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Daughter: Wie eine kleine Familie

Die Band der Fans

Die Londoner Band Daughter steht für Intimität, sowohl musikalisch als auch in der Beziehung zu ihren Fans. Ihr neues Album „Not To Disappear“ klingt deutlich druckvoller und entspricht laut Band ihrer natürlichen musikalischen Entwicklung.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum die britische Band Daughter etwas Besonderes ist. Einer davon ist mit Sicherheit ihr enger Draht zu den treuen Fans. Elena, Igor & Remi halten diese sehr regelmäßig und persönlich über die sozialen Medien auf dem Laufenden und verraten, was bei der Band täglich passiert. Darüber hinaus lassen sie die Fans aber auch an ihren Social-Media-Aktivitäten mitgestalten.

Eine innige Beziehung

Auf ihrer Homepage pflegen Daughter zu diesem Zweck eine Timeline, auf der sie Beiträge ihrer Fans sammeln und kuratieren. Dort kann man Fotos, Zeichnungen und sogar Stickereien bewundern, die Daughter über Twitter, Instagram und Co mit dem Hashtag #ohdaughter erreicht haben. Diese innige Beziehung zwischen Musikern und Fans gründet wohl auch auf der Geschichte der Band.

Es war Elena Tonra, die zunächst in kleinen Clubs auftrat und ihre Songs zum Besten gab. Igor Haefeli, ein Kommilitone Tonras am Londoner Institute of Contemporary Music Performance, sah eine dieser Shows und überzeugte Tonra von einer Zusammenarbeit. In der Folge traten sie gemeinsam auf und es waren die Fans der ersten Stunde, welche die beiden langsam in der Musikszene Nordlondons bekannt machten.

Die ersten großartigen EPs

Die erste EP „His Young Heart“ nahmen die beiden in Haefelis Wohnung auf. Die zweite EP „The Wild Youth“ mit dem späteren Hit „Youth“ machte sie dann auch über ihren Supporter-Kreis hinaus bekannt. Etwa zur gleichen Zeit verliebten sich Tonra und Haefeli ineinander. Beide betonen jedoch, dass sie dies strikt von ihrer Arbeit mit der Band abgrenzen wollen. Ganz ausblenden kann man es wohl doch nie, nicht zuletzt deswegen ist Daughter so etwas wie eine kleine Familie.

Zu dieser Familie stieß dann auch der Franzose Remi Aguilella hinzu, der bei Daughter für das Schlagzeug verantwortlich ist. Mit dieser Dreierbesetzung und den Fans im Rücken spielten Daughter ihre ersten Headliner-Shows im heimischen London und ergatterten einen Vertrag beim renommierten Label 4AD. Im Oktober 2012 kürte BBC-Radio-Größe Huw Stephens ihren Song „Smother“ zur Single des Monats. Die Grundlage für eine noch größere Aufmerksamkeit für ihre Kunst.

Künstlerbild Daughter credit Stacey Hatfield

Daughter auf artistxite – Fotocredit: Stacey Hatfield

Lob für das Debüt

Daughter veröffentlichten im März 2013 ihr von den Fans herbeigesehntes erstes Album „If You Leave“ und überzeugten auf ganzer Linie. Die Musikpresse überschlug sich weit über die Grenzen ihrer britischen Heimat hinaus mit Lobpreisungen. Die Intimität, welche die Musik von Daughter auszeichnet, trugen sie mühelos auf jede Bühne. Auch in diversen Fernsehserien von „Grey’s Anatomy“ bis „Person Of Interest“ waren ihre Songs zu hören.

Den Aufnahmen in Haefelis Schlafzimmer war die Band damit entwachsen und die folgenden Produktionen erfolgten in ihrem eigenen Studio. London blieb das internationale Trio dabei treu. Da sie jedoch nach wie vor auf Achse waren, Headlinershows weltweit spielten oder Acts wie Ben Howard und The National supporteten, zogen sich die Arbeiten an einem neuen Album hin.

Nächster Streich „Not To Disappear“

Erst 2016 ist es nun so weit, dass Daughter ihr zweites Album herausbringen. „Not To Dissapear“ heißt das neue Werk und hat deutlich mehr Druck als die älteren Songs. Haefli begründet den neuen Sound damit, dass auch die alten Songs durch anhaltende Live-Auftritte zunehmend rockiger wurden. „Doing The Right Thing“ und „Numbers“ geben bereits einen Eindruck, wohin die Reise gehen wird. Eine Reise, die allen Fans viel Spaß machen dürfte.

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