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Go March: Die Magie der Wiederholung

Die Patenkinder David Lynchs

Mit seiner Musik eifert das belgische Trio den Bildern des Regisseurs David Lynch nach. Das Albumdebüt sucht den hypnotischen Moment in der Wiederholung.

Hört über unseren Player in das Albumdebüt von „Go March“ rein.

Es gibt eine Szene in „Lost Highway“, dem Film des US-Regisseurs David Lynch, die den Musiker Philipp Weies fortwährend bewegt. Ein Auto durchquert die Nacht und alles, was man sonst sieht, sind die vorbeiziehenden Grünstreifen. Es sind genau diese Bilder, das Tunnelartige, das der Belgier sucht, wenn er Musik macht. Es sind die Motive, die Weies musikalisch nachzeichnen möchte.

Verlust durch Wiederkehr

Weies, der mit seinen Kollegen Antoni Foscez und Hans De Prins die Band Go March bildet, ist fasziniert von der Idee der schier endlosen Wiederholung, des hypnotischen Zustandes der ständigen Wiederkehr ein und desselben Motivs. Denn dies, so Weies, sei der Punkt, an dem man sich komplett verlieren könne.

Die Musik von Go March entspricht genau dieser Ästhetik. Das Trio verzichtet auf jeden Gesang, der die Gleichförmigkeit gefährden könnte. Es erinnert damit stilistisch an Mogwai, vielleicht auch 65daysofstatic. Doch neben den rockigen Passagen schleicht sich noch deutlich mehr Elektronik ein.

Improvisation als Grundlage

Entstanden ist die Musik von Go March im Prozess, so Weies. Zunächst strebten sie Vorbildern wie Lightning Bolt oder Boris nach, entdeckten aber schnell, dass sie einen eigenen Weg gehen müssen. Die Band selbst sagt, es sei daher mittlerweile schwer für sie, die Quellen ihrer Inspiration noch klar zu benennen. Mit David Lynch als geistigem Paten machte sich die Band ans Improvisieren und erhob dieses Prinzip zur Grundlage ihres musikalischen Schaffens. Genau so entstand dann auch ihr erstes Album.

Minimalistisch, unaufdringlich, nie langweilig

Auf „Go March“ leben Philipp Weies und seine Kollegen die Liebe zur Repetition in vollen Zügen aus. Go March wagen die Wiederholung und tatsächlich hat ihre Monotonie selten etwas Ermüdendes, sondern zieht fast durchweg in den Bann. Sie ist minimalistisch, unaufdringlich und doch nie langweilig. Das liegt vermutlich daran, dass sie dabei mit den Stilen experimentieren, statt sich auf ein Genre festzulegen. Go March laden ein, sich im Sound von „Go March“ zu verlieren.

Was sagt ihr zum Debüt von Go March? Über Kommentare, einen Like oder eine Teilung freuen wir uns!

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