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Ellie Goulding: Englands neue Königin

Eine eigene Reise

Der Aufstieg von Ellie Goulding war ebenso steil wie rasant. Bereits vor der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Delirium“ sitzt sie fest auf dem Thron der britischen Pop-Musik – aus gutem Grund!

Hört im Player in die Alben von Ellie Goulding rein und lasst uns einen Kommentar da, wie ihr das neue Album findet.

Den 29. April 2011 wird Ellie Goulding bis in alle Ewigkeit im Gedächtnis behalten. Damals wurde der gerade mal 24-jährigen Sängerin aus Herefordshire die besondere Ehre zuteil, im Buckingham Palace zu singen. Der Anlass: Die Traumhochzeit von Prinz William und Catherine Middleton, ein mediales Großereignis, auf das nicht nur ganz Großbritannien, sondern gleich die gesamte Welt blickte. Bei einem Anlass wie diesem eine Nummer wie ihre Coverversion von Elton Johns „Your Song“ zu spielen, dürfte dazu beigetragen haben, dass ihr Ansehen nicht nur im Vereinigten Königreich sprunghaft anstieg. Und das wollte etwas heißen, immerhin war Goulding schon damals auf bestem Wege zum neuen Pop-Superstar. 2010 war ihr erstes Album „Lights“ erschienen, das sich mittlerweile fast eine Million Mal verkauft hat, „Your Song“ war im Dezember 2010 bis auf Rang zwei der englischen Singlecharts geklettert.

Von der Vogelscheuche zur Traumhochzeit

Tolle Erfolge. Und für Blondschopf Goulding doch erst der Anfang. In den Monaten danach hagelte es vor allem in Großbritannien und den USA Edelmetalle und Rekordverkaufszahlen, mit großen Schritten erklomm die junge Engländerin eine Stufe nach der anderen auf der Erfolgsleiter. Die als Elena Jane Goulding geborene Sängerin war eben kein junges Dummchen, das sich über Nacht in den Kopf gesetzt hatte, um jeden Preis ein Popstar zu werden. Aufgewachsen in einer Totengräberfamilie (!), spielte sie seit ihrem neunten Lebensjahr Klarinette, seit dem 14. Gitarre, schrieb und sang ihre eigenen Lieder, seit sie 15 war. An der Universität Kent studierte sie unter anderem Schauspiel und war auch schon mal als Vogelscheuche im „Zauberer von Oz“ zu sehen. Musik und Bühnengeschehen ließen sie nicht los, mit Anfang 20 startete sie dann eine der erfolgreichsten und bemerkenswertesten Karrieren der englischen Pop-Geschichte, die sie nur zwei Jahre später zu ebenjenem schicksalhaften Auftritt im Buckingham Palace führte.

Künstlerbild Ellie Goulding credit Universal Music

Entdeckt alle Alben von Ellie Goulding bei artistxite – Fotocredit: Universal Music

Mit beiden Beinen im Pop-Olymp

Auch das ist mittlerweile einige Jährchen her. Inzwischen erschien mit „Halcyon Days“ Gouldings zweites Album, das mit Songs wie „Anything Could Happen“ abermals einen Triumphzug einläutete. Ganze 65 Wochen hielt es sich hartnäckig in den UK-Charts, bis es schließlich an die Spitze stürmte. Diese Langlebigkeit ihrer Musik ist es, die Ellie Goulding auszeichnet. Obwohl eindeutig dem elektronisch infizierten Pop-Kanon verschrieben, strahlen ihre Stücke eine Zeitlosigkeit aus, die nur wenigen Pop-Hits dieser Tage vergönnt ist. Der Lohn: Bis heute vier Millionen verkaufte Alben und 15 Millionen verkaufte Singles, darunter mit „Love Me Like Me Do“ einen Song, der zeitweise der meist gestreamte Track der Welt war. Goulding ist weit vor ihrem 30. Geburtstag ganz oben angekommen, tourte mit Taylor Swift, Katy Perry oder U2 durch die großen Arenen, bekam so ziemlich jeden Musikpreis, den man sich vorstellen kann.

Groß, größer, „Delirium“

Kaum zu glauben, dass mit „Delirium“ erst ihr drittes Album in den Startlöchern steht. Angekündigt von Goulding als ihr Beitrag zur Welt der archetypischen, ikonischen Pop-Alben, fasst es nicht nur ihren bisherigen Werdegang zusammen; es trägt auch ihren Einflüssen zwischen Joni Mitchell, Lauryn Hill und Adele Rechnung. Groß, größer, „Delirium“ – und dennoch wird für Englands Pop-Königin noch lange nicht das Ende der Fahnenstange in Sicht sein. Denn wie sagte sie so schön? „Ich bin meine eigene Reise, vergleiche mich mit niemandem.“ Das hört man.

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