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Chvrches: Kristalliner Pop

Achtung, Hitdichte

Mit „The Bones Of What You Believe“ gelang dem schottischen Trio Chvrches der Durchbruch. Album Nummer Zwei, „Every Open Eye“, soll den Status als Electropop-Sensation jetzt untermauern.

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Bei einer 180-Grad-Drehung lässt man ganz zwangsläufig Vergangenes hinter sich. Alte Fans zum Beispiel. Das Gute: Wenn’s rund läuft, kommen deutlich mehr neue dazu, als man alte verloren hat. Bei Iain Cook dürfte sich der Schmerz über die zum Teil harschen Meinungen alter Anhänger über sein neues Projekt demenstprechend in Grenzen gehalten haben.

Konfetti statt Schwermut

Das war aber auch ein ganz schön harter Schnitt: Vom Post-Rock der Aereogramme, beziehungsweise dem überwiegend schwermütigen Alternative-Rock der Unwinding Hours, zum konfettiregnenden Electropop seines neuen Trios Chvrches – und doch hat er, wie eingangs bereits angedeutet, alles richtig gemacht.

Schon kurz nach der Gründung 2011 mauserte sich das schottische Trio um Sängerin Lauren Mayberry, Martin Doherty (The Twilight Sad) und besagtem Iain Cook zum neuen Lieblingshype unzähliger Blogs, was die BBC dazu veranlasste, die Band mit auf ihre „Sound of 2013“-Liste zu wuchten; und wir wissen alle, was das bedeutet: uneingeschränkte mediale Aufmerksamkeit von hier bis nach Los Angeles.

Catchy Debütalbum, Siegeszug mit Nr. 2

Am Ende reichte es zwar nur für Platz 5 – hinter Laura Mvula, Angel Haze, AlunaGeorge und Haim -, der Stern von Chvrches strahlte da allerdings schon in den glitzerndsten Farben. Songs wie „The Mother We Share“, „Recover“ und „Gun“ ebneten ihnen direkt den Weg in unzählige Fanherzen und machten aus ihrem Debütalbum „The Bones Of What You Believe“ ein catchy, von Synthesizern geprägtes Pop-Meisterwerk, auf das Lauren Mayberrys Gesang den Zuckerguss setzte.

Album Nummer zwei, „Every Open Eye“, soll den Siegeszug des Trios jetzt fortsetzen. Dafür bauen Chvrches auch weiterhin auf ihren kristallinen Synthesizerpop – mit dem Unterschied, dass er nicht mehr ganz so unschuldig und zuckersüss wie noch bei „The Bones Of What You Believe“ klingt. An der Hitdichte hat sich mit Songs wie „Never Ending Circles“, „Leave A Trace“ und „Clearest Blue“ hingegen nicht viel getan.

Was denkt ihr? Hat Iain Cook mit dem Wechsel alles richtig gemacht? Schreibt uns einen Kommentar.

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