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Shinedown: Die Rockstars von nebenan

Im fünften Gang angekommen

Nach vier Alben sind die US-Rocker von Shinedown ganz oben angekommen. Das hält sie natürlich nicht davon ab, mit „Threat To Survival“ eine abermalige Steigerung aufs Parkett zu legen!

Nutzt unseren Player im Artikel und hört während des Lesens in die Alben von Shinedown rein!

Musik bedeutet Freiheit. Für die amerikanischen Rock-Überflieger Shinedown ist das viel mehr als eine leere Floskel. Es ist die Essenz der Band, der Motor, der sie antreibt. Und das seit bald 15 Jahren! Nach einer tumultartigen Anfangszeit, in der es der Truppe aus Jacksonville in Florida schwer fiel, Kontinuität und Ruhe in die Abläufe zu bringen, surrt der Motor längst auf Hochtouren, mit jedem weiteren Album konnte man einen Gang hochschalten. Mit „Threat To Survival“ sind Shinedown bei ihrem fünften Album angekommen. Und auch wenn Sänger Brent Smith dieses Album schon im Vorfeld als bestes Album der bisherigen Geschichte ankündigte, muss man anerkennen: Hoch gepokert, alles gewonnen – er hat nämlich verdammt noch mal Recht mit dieser Aussage, der Gute!

Exzessive Tourneen

Sie wissen mittlerweile eben sehr genau, was sie wollen. Zwar ist von der ursprünglichen Besetzung neben Smith nur noch Drummer Barry Kerch übrig, seit 2008 erfreuen sich die Jungs aus dem Rentner- und Alligatorenparadies allerdings an einer stabilen Bandbesetzung, die weit über ein geschäftliches Verhältnis herausgeht. Das ist wichtig, betont der Sänger oft und gern, immerhin sind Shinedown für ihre exzessiven Tourneen bekannt. Nicht selten sind sie ganze zwei Jahre auf Achse, um ein neues Album in jeden noch so entlegenen Winkel auf der Rock-Weltkarte zu tragen, weiße Flecken werden nach und nach ausgemerzt.

Charakteristischer Sound

Was alle vier bisher veröffentlichten Album (neben dem Erfolg) gemeinsam hatten, war die Vielzahl der Genre-Bezeichnungen, die für die Band gefunden werden. Hard-Rock, Metal, Alternative-Rock, Post-Grunge oder mehr wurden benutzt, stets zur großen Belustigung der Musiker, die sich seit jeher als Rock’n’Roll-Band sahen. Daran wird auch „Threat To Survival“ nichts ändern. Emotionaler, melodischer Rock mit Biss, Schwung und epischer Breite ist eben längst das Markenzeichen von Shinedown geworden, ein Wesenszug, der ihnen derart in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass sich daraus selbst ein charakteristischer Sound entwickelt hat. Dafür nehmen sich die US-Amerikaner viel Zeit. Das fünfte Album erscheint dreieinhalb Jahre nach dem mit Gold ausgezeichneten Vorgänger „Amaryllis“, zu den bislang über sechs Millionen verkauften Alben sollen schließlich noch ein paar dazukommen.

Bodenständig wie immer

Aber natürlich machen Shinedown das alles nicht des schnöden Mammons wegen. Vielmehr betont Brent Smith, dass jedes neue Album eine wertvolle Möglichkeit ist, sich besser kennenzulernen. Nach der Geburt seines Sohnes sind das diesmal ganz existentielle Seiten, Ängste und Hoffnungen. Ehrlich, offen und bodenständig wie immer vorgetragen, versteht sich. Aber das gehörte bei Shinedown ja schon immer zum guten Ton. Die große Klappe überlassen sie den anderen und konzentrieren sich lieber auf starke Songs mit Langzeitwirkung. Sollte Schule machen, ihr Linkin Parks und Nickelbacks!

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