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Petite Noir: New Wave aus Südafrika

So neu, so vertraut

Petite Noir liebt Musik. Die weltweit gefeierte Popmusik genau so wie die seiner afrikanischen Heimat. Wenn er alles zusammenbringt, entsteht ein wunderbarer Sound. New Wave mit afrikanischer Note – ein Mix, den man gehört haben muss.

Nutzt unseren Player im Artikel und hört während des Lesens in das neue Album La Vie Est Belle/Life Is Beautiful rein!

Bitte, sprechen wir es kurz an, damit das Thema vom Tisch ist. Nicht, dass alle Leser, die der französischen Sprache mächtig sind, sich so sehr wundern, dass sie nicht bis zur eigentlichen Kunst von Petite Noir vordringen. Ja, hier läuft bei der Namensgebung grammatikalisch etwas schief. Ob man das auf ein Versehen oder Kalkül zurückführen kann, ist nicht belegt. Wichtiger ist: Es spielt auch keine Rolle.

Viel zu interessant sind andere Aspekte am Künstler Petite Noir. Denn einen Sound, wie er ihn uns präsentiert, hat man so wohl noch nie gehört. Es hat einen deutlichen Einschlag von Wave, es klingt Soul durch und doch ist eine Note afrikanischer Musik genau so unverkennbar herauszuhören. Yannick Ilunga, wie Petite Noir eigentlich heißt, bezeichnet seine Musik als „New Wave mit afrikanischer Ästethik“. So offen, so treffend, so großartig.

Bewegte Biografie

Die Musik von Ilunga ist damit auch ein Abriss seiner eigenen Biografie. Geboren wurde er in Brüssel als Sohn eines kongolesischen Vaters und einer angolanischen Mutter. Die Familie zog nach Kapstadt als Yannick sechs Jahre alt war. Seine Leidenschaft wurde die Musik und er spielte in Bands wie Spoek Mathambo oder Capital of Cool, die ebenfalls Popmusik mit afrikanischen Einflüssen versehen.

Yannick Ilunga hat sich vielen musikalischen Einflüssen geöffnet. Nirvana hört er genau wie Drake, Death Grips, Morrissey und zahlreiche weitere Künstler quer durch die Genres. Besonderen Einfluss übten dabei Querköpfe wie Kanye West und vor allem Dev Haynes aka Blood Orange auf ihn aus. Gute und schlechte Kunst gebe es für ihn nicht sagte Ilunga in einem Interview, man könne einen Britney-Song genau so wertschätzen wie einen von Radiohead.

Ihn muss man gehört haben

Mit seinem musikalischen Ansatz, den er als Petite Noir aus all diesen Einflüssen zieht, schafft er etwas Neues, ohne dass es revolutionär klingen würde. Es klingt eigentlich ziemlich vertraut und erst im zweiten Moment entdeckt man, dass da ganz viel zusammen klingt, was man so noch nie in Verbindung gehört hat. Ohne Frage ein große Stärke von Petite Noire.

Im vergangen Januar hat uns Petite Noir mit seiner EP „The King Of Anxiety“ schon ganz schön um den Finger gewickelt. Jetzt folgt sein erstes Album „La Vie Est Belle/Life Is Beautiful“. Ein Künstler, den man unbedingt gehört haben muss.

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