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Lianne La Havas: Fortsetzung des Pop-Märchens

In diesem Jahr möchte Lianne La Havas ihr Musikmärchen fortschreiben.

Aus dem Background schaffte es Lianne La Havas in Windeseile zum absoluten Pop-Darling. Nach ihrem Traumstart schreibt sie nun mit „Blood“ ihr Märchen einfach fort.

Nutzt gerne unseren Player im Artikel und hört während des Lesens schon mal in das neue Album rein! Es gibt eine schier unendliche Liste mit großen Musikstars, die alle den gleichen Weg nach ganz oben genommen haben: Mariah Carey gehört dazu, Gwen Stefani, Whitney Houston oder auch Mary J. Blige. All diese Ladies, die man heute zu den größten weiblichen Popstars der Geschichte zählen kann, haben die ersten Jahre ihrer Karriere vor allem im Hintergrund verbracht. Allesamt verdingten sie sich zunächst als Backgroundsängerinnen. Anscheinend kein schlechter Start, wenn man hoch hinaus will.

Geadelt durch die BBC

Den gleichen Weg hat auch die Britin Lianne La Havas hinter sich. Frühe Schritte ihrer Musikkarriere führten sie mit dem aufgehenden Sternchen Paloma Faith zusammen, die sie auf Tour unterstützte. Doch nur im Hintergrund zu wirken, genügte der Sängerin britisch-jamaikanischer Abstammung nicht, und so veröffentlichte sie 2011 ihre erste EP „Lost & Found“. Zu dieser Zeit hatte La Havas es längst geschafft, das renommierte Label Warner Music von ihrer Kunst zu überzeugen. Einen guten Monat später landete Lianne La Havas auf der Sound-Of-Liste der BBC. Wer dort steht, darf sich der medialen Aufmerksamkeit sicher sein. Mit großem Label im Rücken und Vorschussmeriten der anerkanntesten britischen Musikkritiker war der Weg geebnet. Dass die Künstlerin zeitgleich mit dem Indie-Liebling Bon Iver auf Nordamerika-Tour ging, sicherte ihr weltweit die Aufmerksamkeit. Auf ihre kurze Arbeit im Hintergrund folgte für Lianne La Havas ein Karrierestart, den man sich traumhafter fast nicht ausdenken könnte.

Wohnzimmerkonzert mit Prince

Dramaturgisch wäre jetzt der erste kleine Knick fällig, doch den hat sich die heute 25-Jährige einfach mal gespart. Ihr Traumjahr 2012 läutete sie Ende April mit der ersten offiziellen Single „Lost & Found“ ein, um im Juli direkt ihr erstes Album „Is Your Love Big Enough?“ hinterher zu schieben. Die Kritiker zeigten sich nach wie vor begeistert, Apple hievte ihr Debüt gar auf den Status „iTunes Album of the Year“. Auch auf der Bühne, wo sie einst nur im Schatten stand, setzte La Havas Duftmarken. Bei einem weltweit übertragenen MTV-Konzert von Alicia Keys übernahm sie das Vorprogramm, beim Isle of Wight Festival und beim Glastonbury spielte sie groß auf. Im TV trat sie in der Silvestershow von Jools Holland auf und gemeinsam mit Prince bei „Saturday Night Live“. Der Superstar schien dermaßen einen Narren an ihr gefressen zu haben, dass er in La Havas’ Londoner Wohnung auftrat. Kann auch nicht jeder von sich behaupten.

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Zur Lianne La Havas Seite auf artistxite – Foto (c) WMG

Das Märchen ist nicht aufzuhalten

In diesem Jahr möchte Lianne La Havas ihr Musikmärchen fortschreiben. Ihr vielseitiger, gitarrengetragener Pop hat sie weit gebracht und soll auch auf dem neuen Album „Blood“ wieder hell erstrahlen. Sie ist gereift durch Studioarbeit mit Prince und Alt-J und eine Reise zu ihren jamaikanischen Wurzeln. Überhaupt sollen ihre griechisch-karibischen Wurzeln auf dem neuen Werk viel stärker zum Tragen kommen. Bezeichnenderweise erschien im April die erste Singleauskopplung aus „Blood“ unter dem Titel „Unstoppable“. Lianne La Havas wird damit auf eine andere Aussage abzielen, doch ist dieses Motto eigentlich maßgeschneidert für ihre bisherige Karriere: Nichts scheint die 25-Jährige aufhalten zu können. Gerade befindet sie sich auf einer ausgiebigen Tour und ganz Europa liegt der schönen Britin zu Füßen. Das Märchen von Lianne La Havas dauert weiter an.

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