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Das Musikjahr 1995 – 20 Jahre danach

Beim Blick in die Vergangenheit gibt es vieles, an das sich zu erinnern lohnt. Oder gar neu zu entdecken. Gehen wir doch einfach mal zwei Jahrzehnte zurück …

Wenn man eines nicht sein möchte, dann ist es der Musik-Opa, der immer nur mit leuchtenden Augen von früher erzählt. Ganz schlimm, wenn in diesem Kontext auch noch die Begriffe „früher“, „handgemacht“ und – ganz schlimmer Gruselfaktor – „ehrlich“ auftauchen. Also: erinnern, ohne zu verklären.

Nach dem Ritt in der Zeitmaschine und dem harten Aufploppen im Jahr 1995 begrüßen uns zahlreiche Acts mit Prägungsfaktor: So opulent und stark wie auf „Mellon Collie And The Infinite Sadness“ klangen The Smashing Pumkpins nie wieder. Faith No More imponierten mit „King For A Day, Fool For A Lifetime“ und Monster Magnet berserkerten mit „Dopes To Infinity“.

Spätgeborenen möchte man mit festem Blick „Post“ von Björk ans Herz legen und auch Freunde von TripHop und elektronischen Wegweisern werden an der kleinen, aber feinen Zeitreise ihre helle Freue haben: Tricky keuchte und fluchte auf „Maxinquaye“ und Aphex Twin schuf mit „I Care Because You Do“ einen elektronischen Meilenstein, der auch aus heutiger Sicht noch ein riesiger, unbezwingbarer Brocken ist.

Und wenn wir schon einmal dabei sind: „Timeless“ von Goldie, „Wowee Zowee“ von Pavement und Built To Spill mit „There’s Nothing Wrong With Love“ gehören natürlich auch gehört.

Und nicht wundern: Aktueller denn je könnten das persönliche Gitarren-Lieblingsalbum aus ’95 auch im Frühjahr 2015 nicht in den Ohren klingen: „The Great Escape“ von – Tataaa! – Blur. Die Jungs bringen ja Ende April passend zur Kolumne (oder umgekehrt) ihr neues Album raus. So viel hat sich anscheinend ja gar nicht verändert …

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