Fangesang: That’s Entertainment

Mit einer Großoffensive macht Talkmaster Jimmy Fallon gerade ziemlich klar, wie der Goldstandard für Unterhaltung aussieht. Ein Grad an Unterhaltung, der im Vergleich zur deutschen Show-Branche aus einer anderen Welt zu stammen scheint.

Es ist ganz sicher nicht das erste Mal, dass Jimmy Fallon etwas Gewaltiges aus dem Hut zaubert. Aber die Häufung der brillianten Einfälle schien selten größer als aktuell. Der Moderator bringt Fernsehen, Musik und Hollywood so spielend zusammen, dass man nur staunen kann. Den ultimativen Ritterschlag erhielt Fallon jüngst durch Neil Young, was Grund genug sein dürfte, das Treiben von Fallon auch an dieser Stelle einmal zu würdigen.

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Neil Young (c) Aaron Rapoport

Neil Young (c) Aaron Rapoport

In einer Ausgabe der „Tonight Show“ Anfang Februar wurde Neil Young angekündigt und tatsächlich saß auf der Bühne auch ein Mann mit Hut und Gitarre auf einem Barhocker und performte den Klassiker „Old Man“. Doch spätestens als der gleich gekleidete Neil Young dazutrat und einstimmte, wurde jedem klar, dass es zuvor Jimmy Fallon war, der den nahezu perfekten Young gab. Bereits diverse Male war Fallon in die Rolle geschlüpft und hatte mit Crosby, Stills & Nash (siehe Video) und Bruce Springsteen performt. Seit dem Auftritt mit dem echten Neil Young wissen wir auch, dass der Meister von seinem Imitator schwer beeindruckt ist.

Ein „Lip-Sync-Battle“ mit Markus Lanz, Jan Josef Liefers und Til Schweiger zu Songs von Helene Fischer und Herbert Grönemeyer. Man möchte es nicht sehen.

Bereits Tage zuvor hatte Fallon einer Kultserie der 90er die Ehre erwiesen. Einen fiktiven, kältebedingten Umzug der „Tonight Show“ von New York nach Los Angeles setzte Fallon mit einer großartigen Will-Smith-Parodie um, die ihn im Intro des „Fresh Prince Of Bel Air“ zeigte. Und auch das „Lip-Sync-Battle“, bei dem Fallon mit Prominenten bekannte Popsongs nachperformt, hat wieder für ein neue Highlight gesorgt. Mit von der Partie waren die Schauspieler Kevin Hart und Will Ferrell, die ihr herausragendes Showtalent unter Beweis stellten.

Nimmt man dieses Qualitäts-Entertainment als Maßstab für die deutsche TV-Unterhaltung, wird man schnell demütig. Man stelle sich nur Stefan Raab vor, der das Intro nachahmt von – ja, was überhaupt? Oder ein „Lip-Sync-Battle“ mit Markus Lanz, Jan Josef Liefers und Til Schweiger zu Songs von Helene Fischer und Herbert Grönemeyer. Man möchte es nicht sehen. Es ist schlicht nicht machbar. Gut, dass es Jimmy Fallon gibt.

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