Panda Bear (c) Rovi

Panda Bear: Der psychedelische Brückenschlag

Noah Lennox alias Panda Bear ist ein Meister der experimentellen Musik. Gemeinsam mit der britischen 80er Psychedelic-Legende Pete Kember holt er auf „Panda Bear Meets The Grim Reaper“zum großen Wurf auf.

Für die jüngere psychedelische Musik ist die Arbeit von Noah Benjamin Lennox von unschätzbarem Wert. Denn der Musiker aus Baltimore, der auch bei Animal Collective die treibende Kraft ist, hat der Welt unter seinem Pseudonym Panda Bear wunderbare experimentelle Musik geschenkt. Der von Musikern wie Aphex Twin beeinflusste Künstler hat seit seinen Anfängen in den ausgehenden 90ern auf vier Alben und unzähligen weiteren Veröffentlichungen seine ganze Bandbreite an elektronischen Experimenten  abgespult. Nun folgt sein nächster Streich „Panda Bear Meets The Grim Reaper“ und Lennox zeigt eindrucksvoll, dass er noch immer einen im Köcher hat.

Panda Bear - Panda Bear Meets The Grim Reaper (c) 7 Digital

Panda Bear Meets The Grim Reaper (c) 7 Digital

Auf seinem neuesten Werk kollaboriert der US-Amerikaner mit eben jenem Grim Reaper oder Pete Kember, wie er bürgerlich heißt. Als Sonic Boom arbeitete er in den 80ern mit Spaceman 3 zusammen und war zu dieser Zeit eine der interessantesten Figuren der britischen Psychedelica-Szene. Ihr Sound war eine Mischung aus vernebelten-sphärischen Wogen und sehr direkten, druckvollen Klanggewalten.

Die zwei Musiker sorgen für den psychedelischen Brückenschlag zwischen den Jahrzehnten.

Panda Bear und der Grim Reaper, eine Paarung die zwar nicht auf der Hand lag, aber absolut Sinn macht. Denn die zwei Musiker sorgen für den psychedelischen Brückenschlag zwischen den Jahrzehnten. So ist auch zu erklären, dass „Panda Bear Meets The Grim Reaper“ keine Spur von Einheitlichkeit zeigt, sondern aus Versatzstücken der verschiedensten Zeiten zu stammen scheint. Mal funkt es, mal knallt es und auch diverse Samples aus allen möglichen Richtungen dürfen nicht fehlen. Ein starkes Gemeinschaftswerk zweier hochkreativer musikalischer Köpfe.

Animal Collective - Centipede Hz (c) Rovi

Centipede Hz (c) Rovi

Man muss es bei aller Verehrung für Noah Lennox und seine Arbeit bei Animal Collective zugeben: „Centipede Hz“ blieb zuletzt ein wenig unter den Möglichkeiten des Psychedelic-Genies. Umso bemerkenswerter ist jetzt sein nächster Schlag, denn mit „Panda Bear Meets The Grim Reaper“ fügt Lennox seinem musikalischen Schmuckkasten wieder einen kostbaren Edelstein hinzu. Pete Kember sei Dank.

HÖR DOCH MAL REIN!

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