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Jessie Ware: Die kühle Königin des Electropop – Hintergrund

Eine wie keine: Jessie Ware vereint britisches Popverständnis, eine coole Ausstrahlung und zeitlose Songs mit elektronischem Touch. 

Es ist gerade einmal gute zwei Jahre her, dass Jessica Lois Ware ins Rampenlicht trat: Die Single „Wildest Moments“ machte Fans und Kritiker kirre, die Singer-Songwriterin reihte sich über Nacht in die Reihe großer britischer Popstars ein. Am prägnantesten fasste es das Musikmagazin „Clash“ zusammen: „Jessie Ware ist das fehlende Bindeglied zwischen Adele, SBTRKT und Sade„. Ihr Debütalbum „Devotion“ brachte ihr prompt zahlreiche Nominierungen für die wichtigsten Musikpreise im Vereinigten Königreich ein: „Best Female“ und „Best Newcomer“ bei den Mobo Awards, „Album of the Year“ für den Mercury Prize und „British Breakthrough“ und „Best British Female Solo Artist“ bei den Brit Awards. Ein sagenhafter Aufstieg.

Devotion - Jessie Ware (c) Rovi

Devotion (c) Rovi

Bis dahin war die 1984 in London geborene Jessie nur Insidern ein Begriff. Nachdem sie sich ihre ersten beruflichen Sporen als Journalistin für The Jewish Chronicle und als Sportberichterstatterin für The Daily Mirror verdiente, ging sie als Background-Sängerin für Jack Peñate und Man Like Me auf Tour. Eine gute Erfahrung, denn hier konnte sie sich im Hintergrund in Ruhe auf das vorbereiten, was ihr in Zukunft möglicherweise bevorstehen würde. Im Rahmen dieser Shows kam sie in Kontakt mit SBTRKT, der mit ihr den Track „Valentine“ aufnahm. Weitere Zusammenarbeiten, auch mit DJ Joker folgten. Auch auf dem Album „Ceremonials“ von Florence and the Machine aus dem Jahr 2011 ist Jessie Wares kraftvolle Stimme zu hören.

Der Startschuss für ihre Solokarriere fiel am 14. Oktober 2011: An jenem Tag erschien ihre Debütsingle „Strangest Feeling“, gefolgt von „Running“ Anfang Februar und „110%“ weitere acht Wochen später. Der Durchbruch kam dann mit „Wildest Moments“, das den Weg für die tolle Chartplatzierung (Platz 5) ihres Debütalbums „Devotion“ bereitete. Tourneen, unter anderem mit der Soulsängerin Laura Mvula, folgten und schnell ging es auch wieder ins Studio, um den Nachfolger für „Devotion“ aufzunehmen.

Tough Love ist nicht nur in der Auswahl seiner Songs vielfältig, auch die Referenzen, die Jessie Ware ins Gedächtnis ruft, sind mannigfaltig.

Zu Beginn des Jahres 2014 begann Jessie Ware an den Arbeiten zu „Tough Love„. Mit prominenter Unterstützung: Ed Sheeran und sie schrieben zusammen den Song „Say You Love Me“. Nicht der einzige Gast, der auf „Tough Love“ zu hören ist: Kid Harpoon, Dave Okumu, Julio Bashmore, Miguel, James Ford, Nineteen85 und Sam Smith sind ebenfalls auf dem zweiten Album der kühlen Electropop-Königin zu hören. Für die Produktion hat sich die 30-Jährige das derzeit wohl beste Duo an den Reglern an Bord geholt, das in britischen Studios sein geschmacksicheres Unwesen treibt: Benzel, bestehend aus Bass-Spezialist Two Inch Punch und Hymnen-Kreateur Benny Blanco.

TOUGH LOVE - Jessie Ware (c) Rovi

Tough Love (c) Rovi

Das Ergebnis ist ein zeitloses Popalbum mit zahlreichen Hits: Dem in den 80s verankerten Titeltrack, dem eingängigen „You And I (Forever), der catchy R’n’B-Nummer „Cruel“, dem Drama-Pop-Stück „Pieces“ oder dem sehnsüchtigen „Sweetest Song“ – „Tough Love“ ist nicht nur in der Auswahl seiner Songs vielfältig, auch die Referenzen, die Jessie Ware ins Gedächtnis ruft, sind mannigfaltig: Lisa Stansfield ploppt ebenso auf wie Tracey Thorn von Everything But The Girl, deren Remixes zu „Wrong“ und „Missing“ von Todd Terry ja einst (Indie-)Pop und elektronische Tanzmusik für den Mainstream vereinten. Eine Mischung, die Erfolg verspricht: Zum zweiten Mal konnte Jessie Ware mit ihrem Post-R’n’B-Sound die Top10 der UK-Albumcharts entern.

Hört hier ins Album rein:

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