Pharrell Williams

Pharrell Williams – Porträt

Ob an der Seite von Robin Thicke, als Sänger für Daft Punk oder mit der eigenen Gute-Laune-Pop-Nummer „Happy“: Zurzeit gibt es kein Vorbeikommen an Pharrell Williams. Am 3. März erschien nun sein zweites Soloalbum „GIRL“ – mit dabei: Justin Timberlake, Miley Cyrus, Daft Punk und Alicia Keys. Diese Promidichte ist exemplarisch für die bisherige Karriere des 40-jährigen US-Amerikaners.

Bereits zu Schulzeiten bastelte Pharrell mit seinem Kumpel Chad Hugo eifrig Beats oder spielte mit ihm in verschiedenen Bands.

Sogar in einer Marching Band waren sie zusammen aktiv. In den 1990er Jahren ging aus dieser Freundschaft das Produzentenduo The Neptunes hervor, das die Musikwelt auf Dauer prägen sollte. Nach Arbeiten für Wreckx-N-Effect, Mase oder Noreaga gelang den Neptunes 1999 mit der Produktion von Kelis‘ Debütalbum „Kaleidoscope“ der erste ganz große Wurf. Fortan produzierten Pharrell und Chad für Weltstars Hits wie am Fließband oder pimpten in Remixen deren Songs mit ihrem eigenwilligen und dadurch unverwechselbaren Neptunes-Sound auf. Dieser minimalistische, Syntheziser-Samples-geprägte Sound bescherte 2001 auch Britney Spears, dank dem von Pharrell und Chad produzierten „I’m A Slave 4 U“, ihren ersten weltweiten Nummer-eins-Hit.

Im gleichen Jahr erschien zudem mit „In Search of…“ das Debütalbum von Pharrells und Chads zweiten Projekt N.E.R.D. Zusammen mit Shay Haley widmeten sie sich dort vor allem dem Funk-Rock. Im darauf folgenden Jahr halfen Pharrell und Chad maßgeblich dabei mit, den Grundstein für Justin Timberlakes beachtliche Solokarriere zu legen, in dem sie drei der vier Singles („Like I Love You“, „Rock Your Body“, „Señorita“) sowie weitere Songs seines Debütalbums „Justified“ schrieben und produzierten. 2003 veröffentlichten die Neptunes mit „Clones“ eine Compilation vollgepackt mit eigenen Produktionen – darunter Songs mit Busta Rhymes, Jay-Z oder Snoop Dogg. Auch Pharrells erste eigene Single „Frontin'“ fand sich auf der Compilation wieder.

Nach einem weiteren N.E.R.D.-Album („Fly or Die“) und dem Snoop-Dogg-Hit „Drop It Like It’s Hot“, widmete sich Pharrell 2005 seinem ersten eigenen Album „In My Mind“, das jedoch für viele hinter den hohen Erwartungen zurückblieb. Man könnte es auch als Knacks in Pharrells bis dato makelloser Karriere betrachten, den mit Ausnahme des Madonna-Hits „Give It 2 Me“ im Jahr 2008 waren die wirklich fetten, bahnbrechenden Jahre vorerst vorbei. Auch die N.E.R.D.-Alben „Seeing Sounds“ und vor allem „Nothing“ konnten nicht an das Aufsehen der ersten beiden Platten anknüpfen.

Die Durststrecke endete 2013 schlagartig, als Pharrell für den bis dato nahezu völlig unbekannte Robin Thicke den Song „Blurred Lines“ mitschrieb und produzierte – ein weltweiter, preisgekrönter Nummer-eins-Hit.

Und wenn wir schon mal bei weltweiten, preisgekrönten Nummer-eins-Hits sind, dann darf natürlich auch „Get Lucky“, auf dem Pharrell von den French-House-Ikonen Daft Punk gefeatured wird, sowie sein eigener Song „Happy“ nicht fehlen. Pharrell Williams ist zurück – und zwar größer denn je. Wäre auch zu schade gewesen, wenn nicht …


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  • Stefanie Thomsen

    Super Porträt!